Modernisierung
angekündigt?

Was ist zu beachten?

Wir beraten sowohl Vermieter als auch Mieter hinsichtlich geplanter oder bereits durchgeführter Modernisierungsmaßnahmen.

Grundsätzlich gilt:

Notwendige Reparaturen sind keine Modernisierungsmaßnahmen und dürfen nicht zu einer Erhöhung der Miete führen. Laut Gesetz ist eine Modernisierung gegeben, wenn der Gebrauchswert der Wohnung durch die Maßnahme/n nachhaltig gesteigert wird und die Wohnverhältnisse dauerhaft verbessert werden.

Beispiele hierfür sind:
  • Installation neuer Sanitäranlagen
  • Verbesserung der Wärmedämmung durch neue Fenster und Türen
  • Erneuerung der Heizungs- und Wasserinstallationen
Wichtige Hinweise bzgl. Modernisierungsankündigungen
  • Eine Modernisierungsankündigung ist nach § 555c I 1 BGB form- und fristgebunden, d. h. dass die Ankündigung schriftlich, spätestens drei Monate vor Modernisierungsbeginn zu erfolgen hat.
  • Die Modernisierungsankündigung muss nach § 555b I Satz 2 BGB Details der Maßnahmen enthalten (Art und Umfang, Beginn, Dauer, Betrag der Mieterhöhung)
  • Die Modernisierungsankündigung soll einen Hinweis auf Form und Frist des Härteeinwands (§ 555d III BGB) beinhalten.
  • Bei einer energetischen Sanierung muss dargelegt werden, in welchem Maße die Sanierung zu einer Energieersparnis führt.
  • Ist die Modernisierungsankündigung fehlerhaft, muss der Mieter die Renovierung seiner Wohnung u. U. nicht dulden und die Mieterhöhung verschiebt sich um zusätzlich sechs Monate nach hinten (§ 559 II 2 BGB).

Wenden Sie sich im Falle einer Modernisierungsankündigung an uns

Sollten Sie Unterstützung bei einer Modernisierungsankündigung und der Durchsetzung von Mieterhöhungen haben
oder
eine außerordentliche Kündigung vornehmen wollen, weil die Modernisierungsmaßnahmen erhebliche Auswirkungen auf die Höhe der Miete oder die Nutzung des Mietobjekts haben,
melden Sie sich zeitnah bei uns, um eventuelle Schwierigkeiten im Vorfeld zu vermeiden.

 

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