Rechtsprechung

Landgericht Stuttgart verurteilt BAG zum Schadenersatz

In einem von Rechtsanwalt Eggert geführten Verfahren hat das Landgericht Stuttgart (Az.:8 O321/07) die Bankaktengesellschaft Hamm (BAG) im Jahr 2008 zum Schadenersatz verurteilt und festgestellt, dass der BAG kein Darlehensrückzahlungsanspruch zusteht. Der Kläger hatte sich 1997 an einem geschlossenen Immobilienfonds der „Erste Grundbesitz KG ERGE Beteiligungs GmbH & Co KG“ beteiligt. Zum Vertrieb der Immobilienfondsanteile war ein Emissionsprospekt herausgegeben worden, der Grundlage der Kaufentscheidung des Klägers war. Finanziert wurde diese Beteiligung durch die Raiffeisenbank Feldkirchen, deren Rechtsnachfolgerin die BAG ist. Im Klageverfahren wurde vorgetragen, dass die finanzierende Bank dem Kläger gegenüber einen konkreten Wissensvorsprung hatte und sich zudem in einem schwerwiegenden Interessenskonflikt befand. Der Argumentation des Klägers ist das Gericht gefolgt. Insbesondere hat das Gericht festgestellt, dass die Bank mit den Initiatoren des Fonds institutionalisiert zusammengearbeitet hat. Aufgrund dieser Zusammenarbeit ist das Gericht von einer Kenntnis der Bank über die falschen Angaben in dem Fondsprospekt ausgegangen.

Das Urteil gegen die Bankaktiengesellschaft war seinerzeit wegweisend für eine Reihe weiterer Urteile zugunsten von Anlegern der Rentadomo Gruppe zu der die Erste Grundbesitz KG ERGE Beteiligungs GmbH & Co KG gehört. Das Urteil erstritt Rechtsanwalt Eggert vor Gründung der Kanzlei HEE Rechtsanwälte im Rahmen seiner Tätigkeit für eine Berliner Anwaltskanzlei.



Zur Liste