News und Fälle

Viele Betrüger in Immobilienportalen

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, finden sich auf diversen Immobilienportalen immer mehr betrügerische Angebote.

So versuchen die Betrüger mit gefälschten Haus- und Wohnungsanzeigen an persönliche Daten von Nutzern zu gelangen, um so deren Geld zu erbeuten. Oft inserieren sie Immobilien zu niedrigen Preisen und verlangen von den Interessenten hohe Gebühren für die Besichtigung oder eine Vorabkaution für die Schlüsselübergabe, so die FAZ.

Mittlerweile sind davon aber nicht nur Mietangebote, sondern auch Kaufinserate für Häuser und Eigentumswohnungen betroffen.

Marktbeobachter sprechen von mehreren hundert Falschannoncen pro Woche. So entfernt beispielsweise Immoscout.de jede Woche 500 Objekte von seiner Internetseite.

Wie die FAZ weiter berichtet, ist der Tathergang immer wieder gleich:

Eine Wohnung in bester Lage wird zum Schnäppchenpreis angeboten. Daraufhin melden sich Kunden per E-Mail. Ihnen erklärt der vermeintliche Wohnungsbesitzer, er lebe im Ausland, habe die Immobilie beruflich genutzt oder für seine studierenden Kinder gekauft und bar bezahlt. Meist erzählt er detailreich aus seinem Leben und bittet auch den Kunden um Details. So baut er Nähe auf, bevor er Einkommensnachweise oder Schufa-Auskünfte verlangt, nach Bank- und anderen Daten fragt. Am Ende teilt der Verkäufer mit, der Interessent sei genau der Richtige für die Wohnung, nur könne er selbst wegen der Entfernung oder einer Krankheit nicht zur Besichtigung anreisen. Er sende aber den Schlüssel gegen eine Kaution oder einen Teil der Kaufsumme zu. Die geforderte Summe reicht von 500 oder 1000 Euro bis zu einem Prozent des Kaufpreises. Die Zahlung soll mit Transferdiensten wie Western Union oder Money Gram erfolgen, bei denen sich die Spur des Geldes nicht nachverfolgen lässt. Die Nutzer sehen dann ihr Geld nie wieder.

Auch werden die Betrüger immer professioneller: Inzwischen kapern sie sogar die Identitäten von realen Personen, zu denen es in Suchmaschinen viele Einträge gibt. Oft nennen sie auch Maklernamen oder hacken Makleraccounts, um die Anzeigen einzustellen. Einige der Wohnungen gibt es sogar wirklich, nur sind sie längst vermietet oder verkauft. Die Täter kopieren einfach Texte und Bilder aus alten Annoncen und bieten die Objekte ein weiteres Mal an, in dreisten Fällen sogar unter der gleichen Adresse, erklärt die FAZ.



Zur Liste